Unfallermittler haben oft nur ein begrenztes Zeitfenster, um den Unfallort zu dokumentieren, bevor die Fahrzeuge entfernt und die Straße wieder freigegeben werden muss. Während dieser Zeit müssen sie die Positionen der Fahrzeuge, die Fahrbahnmarkierungen, Brems- oder Schleuderspuren, herumliegende Trümmer, Straßenrandanlagen und die räumlichen Beziehungen zwischen allen relevanten Elementen sichern.
Fotos und Videos sind zwar weiterhin nützlich, dokumentieren das Geschehen aber nur aus ausgewählten Perspektiven. Sobald das Gelände geräumt ist, lassen sich nicht mehr alle nicht erfassten Winkel oder Entfernungen rekonstruieren.
Pocket 3D bietet einen anderen Ansatz. Dieses ca. 700 g leichte, handliche LiDAR-SLAM-Gerät ermöglicht es dem Bediener, die Szene zu durchqueren und sie als messbare, farbige Punktwolkendaten zu erfassen. Wenn eine intuitivere visuelle Dokumentation erforderlich ist, unterstützt derselbe Erfassungsworkflow auch die 3D-Gaussian-Splatting-Rekonstruktion (3DGS) mit einer kompatiblen Panoramakamera.
Anstatt für jeden Vorfall eine aufwendige Modellierung vorzuschreiben, ermöglicht Pocket 3D den Ermittlungsteams, die für den jeweiligen Fall passende Ausgabe auszuwählen: Punktwolken für routinemäßige Messungen und Dokumentation oder ein zusätzliches 3DGS-Modell für detaillierte Überprüfungen, Schulungen und Präsentationen.
Der Wert einer Unfallortdokumentation hängt von mehr ab als nur der Anzahl der aufgenommenen Fotos. Die Ermittler müssen festhalten, wie der gesamte Unfallort zum Zeitpunkt der Datenerfassung angeordnet war.
Wichtige Details können Folgendes umfassen:
Diese Elemente sind räumlich miteinander verbunden. Ihre Erfassung in einer gemeinsamen dreidimensionalen Koordinatenstruktur ermöglicht es, ihre Beziehungen später zu untersuchen, selbst nachdem sich die physikalische Szene verändert hat.
Farbige Punktwolken, die aus einem Pocket-3D-Scan erzeugt werden, liefern diese messbaren räumlichen Daten. Ermittler können auf den Datensatz zurückgreifen, um Entfernungen, Höhen, Flächen, Positionen und relative Ausrichtungen zu überprüfen, anstatt sich nur auf ihr Gedächtnis oder einzelne Bilder zu verlassen.
Die Unfallaufnahme findet in dynamischen und unvorhersehbaren Umgebungen statt. Ausrüstung muss unter Umständen um beschädigte Fahrzeuge, schmale Seitenstreifen, Kreuzungen, Tunnel oder andere Sperrzonen herum bewegt werden. Ein System, das einen langwierigen Aufbau oder wiederholte Stationswechsel erfordert, kann die Straßensperrung verlängern und die Belastung des Einsatzpersonals erhöhen.
Pocket 3D wiegt ca. 700 g und ermöglicht die mobile Erfassung von Daten durch Begehen und Scannen. Nachdem der Bereich gesichert wurde, kann der Bediener die wichtigsten Teile des Geschehens abtasten und die benötigte Umgebung in einem durchgängigen Arbeitsablauf aufzeichnen.
Diese Mobilität ist besonders nützlich, wenn Ermittler sowohl Nahbereichsbeweise als auch den größeren Straßenverlauf dokumentieren müssen. Anstatt jedes Foto oder jede manuelle Messung als separaten Datensatz zu behandeln, verbindet der Scan die sichtbaren Elemente zu einem räumlichen Datensatz.
Ziel ist es nicht einfach, Daten schneller zu erfassen. Es geht darum, die Feldarbeit zu verkürzen und gleichzeitig das Risiko zu verringern, dass wichtige räumliche Zusammenhänge übersehen werden.
Nicht jeder Unfall erfordert ein fotorealistisches 3D-Modell. Für die routinemäßige Dokumentation des Unfallortes kann eine farbige Punktwolke bereits die wichtigsten Informationen liefern.
Nach der Datenerfassung können die Daten zu einer Punktwolke verarbeitet werden, die Messungen, Annotationen, die Erstellung von Unfalldiagrammen und eine standardisierte Archivierung ermöglicht. Relevante Elemente der Unfallstelle können gemäß den Verfahren der zuständigen Organisation extrahiert oder markiert werden.
Dieser Ansatz sorgt für einen fokussierten Arbeitsablauf. Teams, die primär messbare Beweise benötigen, müssen nicht für jeden Fall ein 3DGS-Modell erstellen. Durch die Vermeidung unnötiger Verarbeitungsschritte kann die Zeit zwischen der Datenerhebung im Feld und der Gewinnung verwertbarer Ermittlungsdaten verkürzt werden.
Die resultierende Punktwolke kann auch in bestehende Verkehrspolizeisoftware oder CAD-Workflows von Drittanbietern integriert werden. Die genaue Integrationsmethode hängt von den aktuellen Systemen und Dokumentationsanforderungen der jeweiligen Organisation ab.
Punktwolken sind für Messungen äußerst nützlich, aber für Personen, die nicht täglich mit Geodaten arbeiten, möglicherweise weniger intuitiv. Komplexe oder öffentlichkeitswirksame Fälle profitieren von einem visuellen Format, das die Umgebung verständlicher macht.
Bei Verwendung von Pocket 3D mit einer kompatiblen Panoramakamera lassen sich aus den erfassten Daten hochauflösende 3DGS-Modelle erstellen. Dadurch entsteht eine natürlichere und realistischere Darstellung des Unfallortes, wobei dank LiDAR-SLAM-gestützter Positionsbestimmung ein konsistenter räumlicher Maßstab erhalten bleibt.
Ein 3DGS-Modell kann wertvoll sein für:
Punktwolken und 3DGS dienen daher unterschiedlichen Zwecken. Die Punktwolke unterstützt quantitative Analysen, während das 3DGS-Modell die Visualisierung und Kommunikation verbessert. Teams können die Ergebnisse unabhängig voneinander nutzen oder bei Bedarf beide erstellen.
Ein Arbeitsablauf bei einem Verkehrsunfall mit Pocket 3D kann in fünf Hauptphasen unterteilt werden.
Vor der Durchsuchung identifiziert das Ermittlungsteam die Fahrzeuge, Spuren, Straßenmerkmale und umliegenden Gebäude, die erfasst werden müssen. Die Sicherheit des Personals, die Verkehrsregelung und die Einhaltung der geltenden Beweismittelsicherungsverfahren haben weiterhin höchste Priorität.
Der Bediener führt Pocket 3D in einem gleichmäßigen, kontrollierten Tempo durch die Szene. Die Route sollte die beteiligten Fahrzeuge, Bremsspuren, Trümmerteile, Fahrbahnmarkierungen, Leitplanken und den größeren Straßen- oder Kreuzungsverlauf umfassen.
Nach der Erfassung wird der Scan verarbeitet, um farbige Punktwolken-Ergebnisse zu erzeugen. Diese Ergebnisse können überprüft werden, um die Abdeckung zu bestätigen und für Entfernungs-, Höhen- und Flächenmessungen verwendet werden.
Die Ermittler können relevante Elemente des Unfallortes in den Punktwolkendaten identifizieren und diese zur Erstellung des Unfalldiagramms nutzen. Je nach Organisation kann diese Phase mit vorhandener Spezialsoftware oder Drittanbietersoftware verknüpft werden.
Für Fälle, die eine detaillierte Analyse oder eine übersichtlichere Darstellung erfordern, kann der erfasste Datensatz auch in ein 3DGS-Modell umgewandelt werden. Routinefälle können weiterhin im schnelleren Punktwolken-Workflow verarbeitet werden.
Dieser mehrstufige Prozess ermöglicht es Organisationen, nicht jeden Vorfall als komplettes Wiederaufbauprojekt zu behandeln und gleichzeitig die Option einer umfassenderen Visualisierung zu erhalten.
Unfälle ereignen sich nicht nur bei hellem Tageslicht. Ermittler müssen unter Umständen nachts, in Tunneln, unter Brücken oder an Orten mit starker Gegenlichtbeleuchtung und ungleichmäßiger Ausleuchtung arbeiten.
Rekonstruktionsverfahren, die ausschließlich auf visuellen Daten basieren, sind stark von sichtbarer Textur und konsistentem Bildabgleich abhängig. Schlechte Beleuchtung, sich wiederholende Straßenstrukturen, reflektierende Oberflächen oder große Belichtungsunterschiede können das Risiko von Lagefehlern und Rekonstruktionsfehlern erhöhen.
Pocket 3D nutzt LiDAR SLAM als primäre Grundlage für die räumliche Positionierung. Da die Trajektorie aus geometrischen Informationen und nicht allein aus der Bildtextur abgeleitet wird, liefert das System in visuell anspruchsvollen Umgebungen stabilere Positionsinformationen.
Wird für die 3DGS-Generierung eine Panoramakamera eingesetzt, trägt die LiDAR-basierte Positionsbestimmung ebenfalls zur Wahrung des Szenenmaßstabs und der strukturellen Konsistenz bei. Dies ersetzt zwar nicht die Notwendigkeit geeigneter Feldverfahren oder adäquater visueller Aufnahmen, reduziert aber die Abhängigkeit von der rein visuellen Positionierung.
Pocket 3D ist für die schnelle Erfassung zentimetergenauer Details konzipiert. Diese hohe Leistungsfähigkeit eignet sich zur Aufzeichnung der allgemeinen räumlichen Beziehungen, die bei der routinemäßigen Unfallortuntersuchung erforderlich sind, einschließlich Fahrzeugposition, Straßenverlauf, relevanter Spuren und Diagrammanmerkungen.
Das System ist nicht als Ersatz für forensische Messungen im Millimeterbereich oder spezielle Untersuchungsverfahren gedacht. Fälle, die hochpräzise Kontrollnetze, gesetzlich vorgeschriebene Instrumente oder spezielle forensische Analysen erfordern, sollten weiterhin mit der entsprechenden professionellen Ausrüstung und den entsprechenden Verfahren durchgeführt werden.
Die praktische Frage ist daher nicht, ob ein einziges Gerät alle Ermittlungswerkzeuge ersetzen kann. Vielmehr geht es darum, ob das gewählte System für die vorgesehene Aufgabe ausreichende Genauigkeit, Geschwindigkeit und Nachvollziehbarkeit bietet. Für die routinemäßige dreidimensionale Tatortdokumentation ist Pocket 3D so konzipiert, dass es diese Anforderungen optimal vereint.
Ein Scansystem mag beim Kauf günstig erscheinen, kann aber im Betrieb teuer werden, wenn für die Verarbeitung, das Modelltraining, die Anzeige oder Software-Upgrades laufende Gebühren anfallen.
Dies ist ein wichtiges Thema für Organisationen, die mehrere lokale Einheiten ausstatten möchten, anstatt nur ein einzelnes Vorführgerät zu betreiben. Hardwarekosten, Mitarbeiterschulungen, Softwarelizenzen und die langfristige Wartung beeinflussen, ob die Technologie in den Arbeitsalltag integriert werden kann.
Pocket 3D umfasst Software für Kartierung, Gaußsches Training und Datenvisualisierung mit lebenslanger kostenloser Nutzung und kostenlosen Upgrades. Durch den Wegfall jährlicher Softwarelizenzgebühren werden die langfristigen Kosten besser planbar und Organisationen können eine breitere Implementierung bei Verkehrspolizeiabteilungen oder lokalen Ermittlungsteams besser evaluieren.
Der vereinfachte Arbeitsablauf reduziert zudem den Bedarf, jede Datenerfassungsaufgabe einem hochspezialisierten 3D-Scanner zuzuweisen. Standardisierte Schulungen und Verfahren sind weiterhin notwendig, aber die routinemäßige Anwendung wird praktikabler, wenn die Datenerfassung im Feld und die Datenverarbeitung einfacher zu wiederholen sind.
Pocket 3D ist besonders relevant, wenn eine Organisation Folgendes benötigt:
Es eignet sich weniger, wenn die Aufgabe speziell forensische Messungen auf Millimeterebene, ingenieurtechnische Kontrolluntersuchungen oder einen obligatorischen Spezialarbeitsablauf erfordert, der den Einsatz zertifizierter Geräte erfordert.
Klare Anwendungsgrenzen sind wichtig. Pocket 3D sollte als praktisches Werkzeug für die schnelle, wiederholbare dreidimensionale Dokumentation betrachtet werden – nicht als universeller Ersatz für jedes forensische Instrument.
Das System kann Verkehrspolizeieinheiten, Unfalluntersuchungsteams, Verkehrssicherheitsorganisationen, technische Ausbildungszentren und andere Gruppen unterstützen, die Unfallstellen sichern und auswerten müssen.
Für Einsatzkräfte im Außendienst liegt der Hauptvorteil in der schnelleren Erfassung messbarer räumlicher Informationen innerhalb eines begrenzten Zeitfensters. Vorgesetzte und Analysten profitieren von der Möglichkeit, vollständige dreidimensionale Datensätze erneut zu öffnen und zu untersuchen. Schulungsabteilungen können mithilfe von 3DGS-Modellen reale Fälle in intuitivere Lernmaterialien umwandeln.
Die gleichen erfassten Daten können daher in mehreren Phasen des Untersuchungsprozesses eingesetzt werden, ohne dass jeder Benutzer gezwungen ist, mit dem gleichen Ausgabeformat zu arbeiten.
Ein Unfallort ist nur vorübergehend, doch die damit verbundenen Fragen können noch lange nach der Wiedereröffnung der Straße bestehen bleiben. Die Ermittlungsteams benötigen eine Dokumentation, die mehr als nur einzelne Ansichten festhält: Sie sollte Maßstab, Position, Ausrichtung, Entfernung und die Beziehungen zwischen allen relevanten Elementen erfassen.
Pocket 3D kombiniert ressourcenschonende LiDAR-SLAM-Erfassung mit farbiger Punktwolkenausgabe und optionaler 3DGS-Visualisierung. Dies ermöglicht Teams einen flexiblen Workflow, bei dem Routinefälle auf schnelle Messung und Annotation optimiert werden können, während komplexere Ereignisse eine detailliertere, immersive Rekonstruktion erhalten.
Durch die Kombination aus zentimetergenauer Erfassung, mobiler Bedienung, vielfältigen Datenausgabemöglichkeiten und lebenslanger kostenloser Support-Software trägt Pocket 3D dazu bei, die dreidimensionale Unfalldokumentation praktikabler für den regelmäßigen Feldeinsatz und den breiteren organisatorischen Einsatz zu gestalten.
QUICK LINKS
PRODUCTS
KONTAKT Foxtech Robotics